Hierfür gibt es sicher eine große Anzahl von Gründen, die von technischen Defekten über falsche Kabel bis hin zu Konfigurationsfehlern oder Eigenheiten in den angeschlossenen Geräten führen. Die folgenden Punkte sollen eine Anleitung geben, wie man nachvollziehbar ein Fritz!Box Fon Modell in Betrieb nehmen kann. Für Detailfragen ist natürlich immer noch das Forum gedacht.
Treten gleich zu Beginn oder bei den folgenden Konfigurationen sehr seltsame, nicht nachvollziehbare oder inkonsistente Probleme auf, so ist es ratsam, die Fritz!Box Fon durch Werksreset und ggf. Neuinstallation der aktuellen Firmware in einen definierten Zustand zu bringen, von dem aus die Konfiguration erfolgen kann.
Wesentlich für die korrekte Funktion von Fritz!Box Fon Produkten an analogen oder ISDN Anschlüssen ist trivialerweise der korrekte Anschluß. Dies scheint jedoch angesichts vielfacher Verwechslungen und Probleme doch nicht so ganz trivial zu sein, insbesondere nach Einführung von Y-Kabeln für bestimmte Geräte der AVM Fritz!Box Fon 5xxx/7xxx.
Ein korrekt funktionierendes, analoges Telefon wird am Amtsanschluß mit einem TAE-Stecker eingesteckt und getestet. Sind abgehende Anrufe nicht möglich oder man hört keinen Wählton des Amts, so kann es folgende Gründe geben:
Funktionieren abgehende Anrufe, eingehende sind jedoch nicht möglich, sollte zunächst das Vorhandensein von Rufumleitungen geprüft werden. Wie diese ausgeschaltet werden können, steht hier.
Funktionieren eingehende und abgehende Anrufe mit dem Telefon, so kann nun die Fritz!Box Fon mit dem Original-Anschlußkabel und dem TAE-Adapterstecker angeschlossen werden. Für selbst hergestellte Kabel ist die besondere Belegung der Kontakte im TAE-Stecker bzw. Kabel zu beachten. Die Kabellänge sollte nicht über 30m betragen.
Die Rufnummer des analogen Anschlusses wird in der Fritz!Box Fon als Festnetznummer im Menü „Telefonie → Nebenstellen → Festnetznummern“ eingetragen. Die Auswahl muß auf „Analog-Anschluß“ stehen.
Die Fritz!Box Fon unterstützt nur Mehrgeräteanschlüsse, d.h. Anschlüsse für die typischerweise drei, maximal jedoch 10 einzelnen Nummern (MSN) vom Carrier vergeben wurden. Details hierzu finden sich im Kapitel über ISDN. Anlagenanschlüsse werden nicht unterstützt.
Ein korrekt funktionierendes ISDN-Telefon wird am Amtsanschluß (NTBA) mit einem RJ45-Stecker eingesteckt und getestet. Sind abgehende Anrufe nicht möglich oder man hört keinen Wählton des Amts, so kann es folgende Gründe geben:
Funktionieren abgehende Anrufe, eingehende sind jedoch nicht möglich, sollte zunächst das Vorhandensein von Rufumleitungen geprüft werden. Wie diese ausgeschaltet werden können, steht hier.
Funktionieren eingehende und abgehende Anrufe mit dem Telefon, kann nun die Fritz!Box Fon mit einem ISDN- oder CAT5-Kabel (gerade verbundene, nicht gekreuzte Adern) angeschlossen werden. Die Kabellänge sollte nicht über 30m betragen.
Die MSN des ISDN-Anschlusses werden in der Fritz!Box Fon als Festnetznummern im Menü “Telefonie → Nebenstellen → Festnetznummern” eingetragen. Die Auswahl muß auf “ISDN-Anschluß” stehen.
In diesem Fall werden Verbindungen nur per VoIP hergestellt und der ISDN/Analogport bleibt ungenutzt.
Es sollte sichergestellt werden, daß in Wahlregeln und der Zuordnung von Nummern zu Telefonen der Eintrag „Festnetz:“ nicht verwendet wird, da Anrufe so ins Leere laufen würden.
Generell gilt bei Tests der Telefonie:
Analoge Telefone können in die FON 1, 2 und 3 Anschlüsse gesteckt bzw. geklemmt werden. Bei RJ11-Buchsen werden die beiden relevanten Adern (a/b) im Kabel auf den mittleren beiden Kontakten (3 und 4) erwartet.
Achtung: manche deutsche Telefone, z.B. bestimmte alte Siemens-Telefone, verwenden die äußeren Kontakte (2 und 5). In diesem Fall ist der einfachste Weg die Verwendung von TAE-Adaptern, d.h. das Telefon wird mit einem Originalkabel mit TAE-Stecker an einen TAE-RJ11-Adapter gesteckt, der wiederum mit dem RJ11-Ende in der Fritz!Box Fon eingesteckt wird (bzw. direkt auf den TAE-Adapter der Fritz!Box Fon).
Für erste Tests, ob die Fritz!Box Fon korrekt arbeitet, wird an FON 1 ein analoges Telefon angeschlossen. Es sollte im Menü unter „Telefonie → Nebenstellen → FON 1“ die Auswahl „auf alle Rufnummern reagieren“ angekreuzt sein. Als Rufnummer der Nebenstelle wird aus dem Menü die Nummer des Festnetzanschlusses ausgewählt.
Unter „Merkmale der Nebenstelle“ sollten die folgenden Einstellungen vorgenommen werden:
Nun sollte durch Wählen von *11# und einer gewöhnlichen Festnetznummer, z.B. 0711123456, über den analogen Anschluß eine Verbindung hergestellt werden können.
Eingehende Anrufe auf der eigenen Festnetznummer sollten korrekt am Telefon FON 1 durch Klingeln signalisiert werden und in der Anrufliste der Fritz!Box Fon aufgeführt sein.
ISDN-Telefone werden an den internen Bus (ISDN FON S0) der Fritz!Box Fon angeschlossen. Sollen mehrere Geräte am gleichen Bus angeschlossen werden, so gelten die üblichen Limitationen von ISDN. Es können max. 8 Geräte an einem Bus angeschlossen werden. Ein Gerät kann ohne eigene Stromversorgung angeschlossen werden. Weitere sollten über eine eigene Stromversorgung verfügen, da ansonsten der S0-Bus der Fritz!Box Fon überlastet werden kann und S0-Ausfälle oder -Resets auftreten können.
Zum Anschluß wird ein ISDN- oder CAT5-Kabel (gerade durchverbunden, nicht gekreuzt) mit RJ45-Steckern verwendet.
Für erste Tests, ob die Fritz!Box Fon korrekt arbeitet, wird an FON S0 ein ISDN Telefon angeschlossen, in dem keine MSN (oder falls dies nicht möglich ist: die erste MSN des ISDN-Anschlusses) eingetragen wird. Es sollte im Menü unter „Telefonie → ISDN-Endgeräte“ als Hauptrufnummer eine der MSN des ISDN-Anschlusses ausgewählt.
Unter „Weitere Leistungsmerkmale“ werden alle Einstellungen deaktiviert.
Nun sollte durch Wählen von *11# und einer gewöhnlichen Festnetznummer, z.B. 0711123456, über den ISDN-Anschluß eine Verbindung herstellen können.
Eingehende Anrufe auf der eigenen Festnetznummer (bzw. der im ISDN-Telefon registrierten MSN) sollten korrekt am Telefon an FON S0 durch Klingeln signalisiert werden.
Wurde zuvor keine MSN im ISDN-Telefon eingetragen und alle Tests verliefen erfolgreich, so kann nun eine der Amts-MSN eingetragen werden. Eingehende und abgehende Anrufe sollten entsprechend weiterhin korrekt funktionieren.
Die Vorgehensweise für die Kopplung mit anderen Telefonanlagen ist im Wiki beschrieben:
Achtung: Der Begriff „Anlagenkopplung“ in einer Fritz!Box Fon bezieht sich auf die Kopplung per analogem Port (zweite der obigen Varianten). Die Kopplung per ISDN wird in der Administrationsoberfläche der Fritz!Box Fon nicht speziell erwähnt oder als solche bezeichnet.
Die Einrichtung der VoIP-Telefonie in der Fritz!Box Fon ist anbieterspezifisch und wird im Wiki in der Sektion “VoIP-Anbieter“ beschrieben.
Nach Definition der Anbieter kann mit *12x# (wobei x die Nummer des jeweiligen Anbieters, die auch in der Übersicht der Internettelefonie angezeigt wird) ausgewählt werden, gefolgt von einer Nummer in der jeweils für den gewählten Anbieter gültigen Form (z.B. interne Nummer, Nummern mit/ohne Ländervorwahl), um einen Anruf durchzuführen.
Die Internetrufnummern in der Definition von VoIP-Anbietern können i.a. frei gewählt werden und sollten wie andere MSN auch aus mind. drei, max. acht Ziffern bestehen und nicht mit einer Null beginnen.
Manche Anbieter (z.B. T-Online, Strato) erfordern Ausnahmen von dieser Regel.
Durch Zuordnung der Internetrufnummer eines VoIP-Eintrags in der Fritz!Box Fon zu einem Telefon (analog oder ISDN) als einzige oder weitere Teilnehmernummer (analog: Hauptrufnummer, ISDN: MSN) kann das Telefon eingehende Anrufe auf diesem VoIP-Eintrag entgegennehmen bzw. durchführen.
Zur direkten, manuellen Auswahl von externen Verbindungswegen können Tastencodes verwendet werden. Diese sind:
| Weg | Code |
|---|---|
| Festnetz analog | *10# |
| Festnetz ISDN (1. MSN) | *111# |
| Festnetz ISDN (2. MSN) | *112# |
| … | … |
| Festnetz ISDN (9. MSN) | *119# |
| Festnetz ISDN (10. MSN) | *110# |
| VoIP 1. Anbieter | *121# |
| VoIP 1. Anbieter | *122# |
| … | … |
| VoIP 9. Anbieter | *129# |
| VoIP 10. Anbieter | *120# |