Der wesentliche Unterschied zwischen dem Betrieb einer Fritz!Box Fon an einem DSL-Anschluß gegenüber einem Kabelmodem besteht darin, daß bei DSL eine Verbindung mit dem Provider über PPPoE, PPPoA oder PPTP aufzubauen ist, während beim Betrieb am Kabelmodem nur gewöhnliche IP-Protokolle verwendet werden.
Bei bestimmten Anbietern (z.B. BlueCable oder InfoCity) werden die für den Internetzugriff zugelassenen MAC-Adressen nicht automatisch im Kabelmodem gespeichert, sondern müssen z.B. über das Kundenmenü des Anbieters registriert bzw. freigeschaltet werden. Hier muß entweder die MAC-Adresse der Fritz!Box Fon (LAN A) angemeldet werden oder aber man trägt die bisher registrierte Adresse (des PCs) bei der Einrichtung des Internetzugangs in der Fritz!Box Fon ein (Clonen der MAC-Adresse).
Besonderheit bei Netcologne Multikabel (bisher nur dort): Hier werden Zugangsdaten benötigt, sonst Vorgehensweise wie im folgenden (Zugang über LAN A).
Damit arbeitet die Fritz!Box Fon als NAT-Router am Kabelmodem und kann per LAN-B oder WLAN ein lokales Netz bedienen bzw. per USB ein Endgerät anschließen.
Hinweis für Fritz!Box Fon WLAN 7170 (7140) sowie Fritz!Box WLAN 3170: Laut FAQs von AVM funktionieren die Geräte nicht am Kabelmodem. Die Konfiguration ist inoffiziell dennoch möglich, wenn man die Seite für Internet-Konfiguration im Web-Browser mit ausgeschalteter Interpretation von CSS öffnet. Dadurch werden versteckte Felder (z.B. Zugang über LAN 1) sichtbar.
Nach erfolgreicher Konfiguration sollte die Fritz!Box Fon eine IP-Adresse vom Kabelmodem zugewiesen erhalten. Der Internetzugang kann über einen angeschlossenen PC oder direkt durch Test mit ping auf einen bekannten Internet-Server (z.B. www.google.de ) getestet werden.
Manche Kabelmodems verfügen über ein oder zwei RJ11-Buchsen für Telefonie. Kabelanbieter stellen mit ihrem Kabel-Internet-Tarif (z.B. Kabel BW) oder als separates Angebot analoge Telefonie auf diesem Weg zusätzlich zum Internetzugang bereit.
Der Telefonanschluß ist wie ein gewöhnlicher analoger Amtsanschluß verwendbar, d.h. kann z.B. auch mit einer Fritz!Box Fon als analoges Amt genutzt werden. Hierzu ist die besondere Verkabelung zu beachten. Der einfachste Weg ist die Nutzung eines RJ11(Stecker)-TAE(Buchse)-Adapters, der einerseits an das Kabelmodem, andererseits mit dem Original-Fritz!Box Fon-Kabel verbunden wird.
Achtung: für die Telefonie über Kabelmodems wird ggf. VoIP (H.323) verwendet, vielleicht auch H.323 über ein Encapsulation-Protokoll auf niedriger Ebene nur bis zum Konzentrator seitens des Kabelproviders. In jedem Fall ist dies kein normales VoIP mit SIP etc., das in einem klassischen SIP-VoIP-Gateway mitkonfiguriert werden könnte bzw. man kann in den Kabelmodems nicht seine eigenen SIP-Provider (GMX, sipgate, etc.) eintragen.