Analoge Telefonanschlüsse stellen einen Kanal zur Verfügung, über den ein analoges Signal übertragen bzw. empfangen werden kann. Die Tatsache, daß nur analoge Signale unterstützt werden, erfordert die Codierung von Sprach-, Kontroll- und Steuerinformationen in dieser Form, d.h. als Töne oder Impulse.
Die Übermittlung von Rufnummern von einem Telefon zum Amt oder einer Telefonanlage erfolgt über das Impulswahlverfahren oder das Mehrfrequenzwahlverfahren. Letzteres ist heute in Deutschland und vielen anderen Ländern üblich.
Die Signalisierung von Zuständen (intern frei, Amt frei, besetzt, …) erfolgt durch Tonsequenzen oder Ansagen (z.B. Teilnehmer nicht erreichbar, Teilnehmer existiert nicht). Diese Tonsequenzen unterscheiden sich in verschiedenen Ländern bzw. bei verschiedenen Tk-Anlagen.
Die Signalisierung des Hörerzustandes (aufgelegt oder abgenommen) wird durch unterschiedliche Spannungsniveaus angezeigt.
Qualitätsprobleme und Störungen bei analoger Telefonie werden in einem separaten Artikel betrachtet.
Eine Liste von Anbietern ist in einem separaten Artikel zusammengestellt.
Geräte an einem analogen Anschluß werden durch eine Telefonnummer identifiziert, die jedoch im Gegensatz zu ISDN nur dazu dient im Amt bzw. in der Tk-Anlage den korrekten Anschluß zu selektieren und Gespräche durchzuschalten. Ein Endgerät kann selbst nicht die eigene Rufnummer identifizieren.
Bei ISDN können einzelne Geräte entscheiden, welche Anrufe anzunehmen sind.
Bei Anrufen über analoge Leitungen besteht die Option, per CLIP (Calling Line Identification Presentation) Anrufernummern an ein Telefon oder eine Tk-Anlage zur Anzeige übermitteln zu lassen.
Bei ISDN erfolgt die Signalisierung der Anrufernummer digital mit dem eingehenden Anruf.
Geräte in einem analogen Telefonnetzwerk sind
Die Schnittstellen sind dabei
Ein Telefon hat eine FXO-Schnittstelle. Der Nebenstellenport einer Telefonanlage ist ein FXS-Port. Daher kann man diese beiden verbinden. Die Verbindung FXO-FXO funktioniert nicht. Die Verbindung FXS-FXS beschädigt durch die beteiligten Spannungen ggf. die Geräte.
Analoge Anschlußkabel sind gerade durchverbundene (also nicht gekreuzte), Kabel mit typischerweise RJ11- oder TAE-Steckern, bei denen die mittleren zwei Kontakte belegt sind. Es können jedoch auch gewöhnliche CAT5- oder CAT6-Kabel, wie sie für Ethernet-Verbindungen geeignet sind, verwendet werden, wenn die Zuordnung der Kontakte stimmt. Wird die Verkabelung komplexer, da zahlreiche analoge, ISDN und Ethernet Leitungen zu verbinden sind, verwendet man i.a. Kabel in verschiedenen Farben zur Kennzeichnung (z.B. ISDN gelb, Ethernet rot, analog blau).
Die typischen Anrufweiterschaltungen sind
Anrufweiterschaltungen können erfolgen
Bei Anrufweiterschaltungen im Amt wird beim Angerufenen die Nummer des ursprünglichen Anrufers angezeigt.
Bei Anrufweiterschaltungen auf Kundenseite (in der Tk-Anlage oder in einem Telefon) wird beim Anrufer eine Festnetznummer des abgehenden Amtsanschlusses angezeigt. Wäre dies nicht so, könnte eine Tk-Anlage beliebige abgehende Rufnummern signalisieren, wenn sie entsprechend konfiguriert wäre.
Die Leistungsmerkmale analoger Anschlüsse haben sich inzwischen etwas an die ISDN-Merkmale im Rahmen der Möglichkeiten angeglichen. Ihre Unterstützung hängt jedoch vom jeweiligen Telefonanbieter ab.
Leistungsmerkmale lassen sich per Tastencodes ein- und ausschalten bzw. auch z.T. überprüfen. Die folgende Liste von Funktionen wird z.B. von T-Net analogen Anschlüssen unterstützt.
| Funktion ein | Funktion aus | |
|---|---|---|
| Anklopfen (Call Waiting) | *43# | #43# |
| Anrufweiterschaltung (sofort) | *21# | #21# |
| Anrufweiterschaltung (verzögert, 20s) | *61# | #61# |
| Anrufweiterschaltung (bei besetzt) | *67# | #67# |
Zur Verwendung von ISDN-Anlagen und -Telefonen an analogen Amtsanschlüssen gibt es Analog/ISDN-Konverter.
Historische Hintergründe und technische Details zur analogen Telefonie finden sich in der entsprechenden Seite der Wikipedia.