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Installation

Aktuelle Installationanleitungen befinden sich auf www.freetz.org!

Es werden mit dem ds-mod die Skripte zum Modifizieren einer originalen Firmware bereitgestellt. Aus Lizenz Gründen ist die Verbreitung sowohl originaler als auch modifizierter Firmware Images untersagt!

Das Aufspielen einer modifizierten Firmware geht mit dem Verlust der Garantie einher. Wendet euch bei Problemen mit einer modifizierten Firmware NICHT an den AVM Support.

Speedports: (siehe sp2fritz). Ab Skriptversion 2.2.2008 ist das speed2fritz möglich.

Linux

Notwendige Pakete

Für das Erstellen der Firmware kann auch Knoppix verwendet werden, wozu keine Linux-Installation erforderlich ist. Wichtig ist, dass zum Kompilieren des Mods unter Linux keine FAT oder NTFS Partition verwendet wird. Die folgende Anleitung benötigt für

freetz-1.0

  • gcc - GNU C Compiler
  • g++ - GNU C++ Compiler
  • binutils - GNU Assembler, Linker und Binary-Werkzeuge
  • autoconf - dem Make vorgeschalteter Generator für Konfigurationsskripten nach GNU-Standard; hilft dabei, plattformunabhängig programmierte Software letztendlich für einen plattformspezifischen Build vorzubereiten
  • automake ab Version 1.10 - Makefile-Generator nach GNU-Standard; wird nicht für alle DS-Mod-Pakete benötigt, aber z.B. für privoxy; Paketmanager installiert normalerweise autoconf als abhängiges Paket gleich mit
  • automake-1.9 - Version, die zusätzlich speziell von tar-1.15.1 aus tools benötigt wird
  • libtool - hilft beim Erstellen von statischen und dynamischen Bibliotheken; kann z.B. beim aufruf von autoreconf notwendig werden
  • GNU make ab Version 3.81 - skriptgesteuertes Build-System
  • bzip2 - (Ent)packen von Software-Archiven
  • libncurses5-dev - Entwickler-Bibliothek für ncurses (Erzeugung komfortabler textbasierter Benutzerschnittstellen, vgl. make menuconfig)
  • zlib1g-dev - Entwickler-Bibliothek für gzip-Kompression
  • flex - lex-kompatibler Generator für lexikalische Analyse
  • bison - YACC-kompatibler Parser-Generator
  • patch - Programm, um Patches anzuwenden
  • texinfo - Online-/Druck-Doku aus gemeinsamer Quelle erzeugen
  • tofrodos - Dateiumwandlung DOS ↔ UNIX (für was wird das benötigt?)
  • gettext - Texte in Programmen internationalisieren
  • jam - Ersatz für make (s.o.); nur notwendig für Package transmission, kann ansonsten weggelassen werden
  • pkg-config - Hilfstool welche zum Bauen von Binaries und Libraries nötig ist; notwendig für Packages ntfs und transmission
  • ecj-bootstrap - Eclipse Java Compiler (evtl. auch libecj-java und ecj in neueren Distributionen); nur notwendig für Package classpath ab 0.95 bzw. ds26-14.5
  • perl - Perl-Interpreter; notwendig für make recover
  • libstring-crc32-perl - Perl-Modul zur Berechnung von CRC32-Prüfsummen; notwendig für make recover

aktuelle Entwicker Version und spezielle Pakete

  • svn - Subversion zum Auschecken der aktuellen Freetz-Versionen
  • ruby1.8 - objektorientierte Skriptsprache (Version 1.8.6); nur notwendig für Package ruby (ab freetz-devel) - seltsamerweise benötigt der Crosscompile für ruby-1.8.6 eine installierte Version seiner selbst als Voraussetzung. Zu allem Überfluß könnte es sein, daß Sie im Paket zwar /usr/bin/ruby1.8 o.ä. haben, aber nicht das vom Makefile benötigte Binary Namens ruby. Da hilft im o.g. Beispiel sudo ln -s ruby1.8 /usr/bin/ruby bzw. die Ausführung des ln-Befehls als Benutzer root.
  • gawk - GNU awk; notwendig für das Skript tools/extract-images (ab freetz-devel), wenn man z.B. ein Recover-EXE zerlegen, also urlader.image und kernel.image extrahieren möchte. Die in anderen awk-Varianten nicht vorhandene Funktion strtonum wird an einer Stelle verwendet.
  • python - Python-Interpreter; notwendig, um via tools/mklibs.py unbenutzte Symbole aus Bibliotheken zu entfernen, um Platz zu sparen (ab freetz-devel)
  • libusb-dev - Entwicklungs-Bibliothek für USB-Anwendungen im Userspace; nur notwendig für SANE, wenn bspw. Multifunktionsdrucker/-scanner an die Fritz!Box angebunden werden sollen. Siehe auch Forums-Beitrag dazu.
  • realpath - wird nur von Entwicklern benötigt, die ab ds26-15 innerhalb von fwmod beim Build das Patch-Auto-Fixing verwenden (AUTO_FIX_PATCHES im Environment). Wer nicht weiß, wovon die Rede ist, braucht es auch nicht.
  • fastjar - Implementation des Java jar utils; nur notwendig für Package classpath

alte Entwicker Versionen

  • automake-1.8 - Version, die zusätzlich speziell von libid3tag benötigt wird. Nicht mehr erforderlich ab Freetz 1.0.
  • jikes - Java Byte Code Compiler; nur notwendig für Package classpath bis 0.93 bzw. ds26-14.4

Eine einfache Möglichkeit die benötigten Pakete zu installieren besteht darin, diesen String in die Konsole zu kopieren und auszuführen:

sudo apt-get -y update && sudo apt-get -y upgrade && sudo apt-get -y dist-upgrade && sudo apt-get -y install subversion gcc g++ binutils autoconf automake automake1.9 automake1.8 libtool make bzip2 libncurses5-dev zlib1g-dev flex bison patch texinfo tofrodos gettext jam pkg-config jikes ecj-bootstrap fastjar realpath perl libstring-crc32-perl ruby ruby1.8 gawk python libusb-dev unzip intltool

Vorgehen

  1. Shell öffnen, ins Verzeichnis von ds-x.y.z.tar.bz2 wechseln und diesen entpacken
    tar -xvjf ds-x.y.z.tar.bz2
  2. Optional: Patch einspielen (siehe Howto)
  3. In das Verzeichnis des entpackten ds-mod wechseln
    cd ds-x.y.z/
  4. Konfiguration wählen. Dies ist über ein ncurses Interface möglich, welches z.B. aus der Konfiguration des Linux Kernels bekannt ist. Details und Beschreibungen zu den Optionen gibt es in der Beschreibung zum menuconfig.
    make menuconfig
  5. Firmware modifizieren. In diesem Schritt werden die zu der gewählten Konfiguration passenden original Firmware und Pakete, sowie Sourcen für die benötigten Tools vollautomatisch heruntergeladen und die modifizierte Firmware in drei Schritten erzeugt.
    make
  6. *.image als Firmware Update auf die Box hochladen. Nach einem erfolgreichen Upload ist nun auf Port 81 ein weiteres Webinterface verfügbar, welches Instruktionen zum Abschluss der Installation enthält. Sollte die Box nach dem Hochladen der Firmware auch Minuten nachdem die Info LED aufgehört hat zu blinken nicht mehr erreichbar sein (typischerweise leuchten periodisch immer wieder alle LEDs auf), so kann die originale Firmware bei den meisten Box-Typen, wie in diesem Howto beschrieben, wiederhergestellt werden.

**Achtung**


Wenn Ihr eine 7270 mit einer Firmware flashen wollt die größer als 8 MB ist, geht das nur über diesen Weg:

  1. Die IP der Box herausfinden unter der sie beim booten zu erreichen ist

cat /proc/sys/urlader/environment |grep ip 
         my_ipaddress    192.168.178.1 (nur ein Beispiel)               

  1. Dann das Image entpacken
  2. aus dem enpackten Image die Datei kernel.image (liegt in /var/tmp)nach freetz-1.0/tools kopieren
  3. auf der Komandozeile in den Ordner tools wechseln
  4. und dort eingeben push_firmware freetz-1.0/tools/kernel.image „die Boot-IP“

 als Beispiel : Knoppix@Knoppix:~/freetz-1.0/tools push_firmware kernel.image 192.168.178.1 

  1. wenn dann da steht: You should now reboot your Box einfach den Stromstecker ziehen und wieder einstecken,ferdich

FriBoLi/StinkyLinux - Windows

Siehe auch:

StinkyLinux Installieren und

Freetz und Speed-to-Fritz Installation

FriBoLi/StinkyLinux ist ein VMWare Image zur Erstellung von Fritzbox Firmware Images unter Windows und gut geeignet für Windows-Nutzer ohne große Linux-Erfahrung. (FriBoLi erstellt von BOFHELL, Anleitung teilweise übernommen von Saphir)

Aktuelle Versionen von freetz lassen sich problemlos mit FriBoLi verwenden. FriBoLi wird als primäre Installationsplattform für Windows-Benutzer empfohlen!

  1. Benötigte Dateien:
  2. VMWare Player herunterladen und installieren. Die Installation kann mit „Weiter…“ immer weitergeklickt werden, es sind keine Anpassungen nötig.
  3. StinkyLinux-v1.06.7z unter Windows mit 7-Zip (alternativ geht auch Winrar) entpackt. Bitte auf einer Festplatte ablegen auf der mindestens 10GB Platz für Freetz erübrigt werden kann. Soviel wird zwar nicht benötigt, aber jenachdem kann der Platzbedarf schon ganz ordentlich werden. Daher auf Nummer sicher…
  4. Nun gehen wir mit dem Explorer in den entpackten Ordner StinkyLinux. Nach Doppelklick auf Other Linux 2.6.x kernel.vmx (bzw. wenn Ihr einen Rechner mit mindestens Dual-Core CPU habt und Stinky davon – und von einem GB Ram nur für sich – profitieren soll ein Doppelklick auf 2CPU-1024mb - Other Linux 2.6.x kernel.vmx) öffnet sich der VMWare Player
  5. Die Lizenzbedingung müssen wir natürlich lesen und annehmen
  6. Bei der Frage bitte auswählen „I copied it“ (Ich habe den aktuellen VMWare Player 2.5.1 genommen, den gibt’s bisher nur in Englisch. Die Frage im Deutschen müsste in etwa sein „Ich habe es kopiert“)
  7. Nachdem der Anmeldebildschirm da ist kann mit einem Doppelklick auf slightly der Benutzer ausgewählt werden der angemeldet werden soll.
  8. Das Kennwort lautet stinky - auch für alle zukünftigen Passwortabfragen
  9. Aus der „Start“Leiste oben (ähnlich der von Windows) bitte System → Systemverwaltung → Netzwerk auswählen
  10. Ein Doppelklick auf „Ethernet-Verbindung“ öffnet ein neues kleines Fenster
  11. Dort wählen wir „Diese Verbindung aktivieren“ aus und tragen entweder eine Statische IP-Adresse unten ein oder setzen die Einstellung auf DHCP
  12. Anschließend öffnen wir uns ein Terminal. Das geht wieder über die Startleiste: Anwendungen → Zubehör → Terminal
  13. Bevor wir Stinky aktualisieren können müssen wir noch eine Änderung vornehmen. Mit sudo vi /etc/apt/sources.list rufen wir einen Editor auf. Wir suchen die Zeile die so lautet
    deb http://www.openembedded.org/dl/ packages/
    . Wir bewegen den Cursor auf das erste w von www in der entsprechenden Zeile und drücken anschließend direkt nacheinander cw - hierdurch wird das www als „zu ersetzen“ gekennzeichnet und wir können direkt schreiben. Also kurz wiki eingeben, anschließend ESC drücken. Anschließend müssen wir noch das .org durch .net ersetzen. Dafür bewegen wir den Cursor auf das o von org, drücken wieder cw und geben net ein. Anschließend wieder ESC drücken. Als letztes muss der letzte / der URL gelöscht werden, dafür mit dem Cursor auf den / hinter dl gehen und anschließend einmal x drücken. Nun geben wir :wq ein (ja, einfach so drücken) und drücken Enter - damit ist die Datei angepasst.
  14. Anschließend geben wir folgendes ein um Stinky zu updaten:
    sudo apt-get -y update && sudo apt-get -y upgrade && sudo apt-get -y dist-upgrade && sudo apt-get -y install subversion gcc g++ binutils autoconf automake automake1.9 automake1.8 libtool make bzip2 libncurses5-dev zlib1g-dev flex bison patch texinfo tofrodos gettext jam pkg-config jikes fastjar realpath perl libstring-crc32-perl ruby ruby1.8 gawk python libusb-dev unzip
  15. Falls eine Frage kommen sollte „Welche Dienste sollen erneut gestartet werden, damit sie die neuen Bibliotheken verwenden?“ diese mit Enter bestätigen.
  16. Nachdem die Updates und die neue Software installiert sind machen wir uns dran freetz wirklich einmal zu bauen. Dafür machen wir uns aber einen eigenen Ordner:
    mkdir freetz
  17. Wir wechseln mit
    cd freetz
    in das passende Verzeichnis und fangen an
  18. Jetzt stehen wir vor einer Grundsatzentscheidung. Freetz-Stable oder Freetz-Trunk?
    • Freetz-Stable ist für Leute die einfach nur was anpassen wollen die bessere Wahl. Die Änderungen hier sind vorher einigen Tests in Freetz-Trunk unterlaufen.
    • Freetz-Trunk ist die „Testumgebung“ für Freetz-Stable. Hier werden neue Änderungen, neue Programme und neue Firmware getestet. Allerdings kann es hier durchaus passieren, dass die gebaute Firmware nicht funktioniert und dann ein Recover gemacht werden muss. Nur für Testzwecke gedacht!
    • Außerdem gibt es noch freetz-1.0.3 - der aktuelle Release von freetz.org. Der bietet deutlich weniger Möglichkeiten als Freetz-Stable und wird daher nicht empfohlen.
  19. Daher entscheiden wir uns für Freetz-Stable. Zum Zeitpunkt als diese Anleitung verfasst wurde war dies Freetz-Stable-1.1
  20. Mit folgendem Befehl werden wir Freetz-Stable „auschecken“ (Ja, das heisst wirklich so ;-))
    svn co http://svn.freetz.org/branches/freetz-stable-1.1 freetz-stable
  21. Anschließend wechseln wir mit
    cd freetz-stable
    in das Verzeichnis das gerade angelegt wurde
  22. Die praktische Oberfläche um die Einstellungen für freetz vorzunehmen wird mit
    make menuconfig
    aufgerufen
  23. In dieser Oberfläche können nun Änderungen vorgenommen werden. Es können Programme hinzugefügt werden, Sachen entfernt werden, etc… Zu den meisten Einträgen gibt es auch eine kleine Hilfe die über den Knopf help angezeigt werden kann. Es empfiehlt sich generell erstmal klein anzufangen und vielleicht erstmal nur eine Firmware bauen die keine Änderungen enthält sondern generell erstmal freetz enthält.
  24. Also gehen wir auf Exit und bestätigen die Frage ob wir die Änderungen speichern wollen mit Enter
  25. Der Befehl
    make
    startet den Vorgang der die Firmware anpasst. Das kann schon eine ganze Weile dauern!
  26. Falls nach einer Weile die Meldung kommt, dass die Firmware-Datei nicht bei AVM heruntergeladen werden kann und ob stattdessen probiert werden soll es mit der neusten Version zu probieren unbedingt mit NEIN antworten! Es ist dann nötig diese von Hand zu kopieren. Im IPPF gibt es einen Thread um nach älteren Firmware Versionen zu fragen – die Datei muss dann in den Ordner /home/slightly/freetz/freetz-stable/dl/fw gelegt werden. Wenn ihr die Datei von eurem Windows PC herüberkopieren wollt ist der Pfad für den Explorer: \\stinkylinux\StinkyLinux\freetz\freetz-stable\dl\fw
    • Anschließend muss der Vorgang nochmal mit
      make
      gestartet werden.
  27. Wenn der ganze Vorgang beendet ist kommen noch mal ein paar wichtige Zeilen zum Vorschein:
    • kernel image size: 7100160 (max: 7798784, free: 698624)
      • Die erste Zahl gibt die Größe des erstellten Images an
      • Die zweite Zahl die maximal Größe (abhängig von der ausgewählten Box)
      • Die dritte Zahl ist der noch freie Platz im Image
      • Wenn die dritte Zahl negativ geworden ist (also mit – anfängt) dann ist das Image zu groß! Entweder müssen ein paar Sachen entfernt werden oder es müssen weniger Programme hinzugefügt werden.
  28. Wenn alles geklappt hat, habt ihr nun ein Image das ihr flashen könnt. Um das Image auf euren Rechner zu kopieren geht in der Adresszeile des Explorers einfach diesen Pfad ein: \\stinkylinux\StinkyLinux\freetz\freetz-stable\images - dort findet ihr euer Image das ihr dann einfach über das Webinterface flashen könnt.
  29. Wenn das Image zu groß geworden ist, ist die einfachste Möglichkeit die Nutzung von External. In Freetz-Stable besteht die Möglichkeit, Teile des Systems auf einen externen Datenspeicher (USB-Stick/Festplatte) auszulagern. Das geht nur mit bestimmten Modulen. Auf http://www.freetz.org/wiki/packages ist zu jedem Paket angegeben, ob es extern abgelegt werden kann. In der Benutzeroberfläche zur Paketeauswahl (make menuconfig) wird im Menü Advanced Options - External der Menüpunkt Enable external processing aktiviert. Dann erscheinen alle Pakete, die extern abgelegt werden können. Die gewünschten Pakete anwählen. Durch die neuerliche Ausführung von make wird zusätzlich zur Image-Datei eine External-Datei im selben Ordner angelegt. Nach Aufspielen der Firmware werden anschliessend im Freetz-Webinterface unter Firmware-Update - external (optional) die ausgelagerten Pakete auf den an der Fritz!Box angeschlossenen USB-Stick übertragen.

!!!ACHTUNG!!! Aktuell ist es in Freetz-Stable noch nicht möglich 16MB Images für die 7270 über die Weboberfläche zu flashen!

Nach einem erfolgreichen Upload ist nun auf Port 81 ein weiteres Webinterface verfügbar, welches Instruktionen zum Abschluss der Installation enthält. Sollte die Box nach dem Hochladen der Firmware auch Minuten nachdem die Info LED aufgehört hat zu blinken nicht mehr erreichbar sein (typischerweise leuchten periodisch immer wieder alle LEDs auf), so kann die originale Firmware bei den meisten Box-Typen, wie in diesem Howto beschrieben, wiederhergestellt werden.

coLinux / andLinux

Siehe auch: andlinux unter Vista installieren

Alternativ zu FriBoLi kann auch coLinux benutzt werden, ist etwas resourcenschonender als der vmware player, dafür aber auch etwas unkomfortabler. Zudem wird CoLinux eine schlechte Performance nachgesagt.

Installation ist dann aehnlich wie unter 'normalem' Linux, ich bereite gerade ein entsprechendes vorkonfiguriertes root-fs vor..

stay tuned ;)

Anmerkung von Alexander Kriegisch (kriegaex), 24.02.2008: Ja, das benutze ich auch seit gestern, und zwar speziell die mit Ubuntu Gutsy und XFCE (wahlweise auch KDE) vorkonfigurierte Variante andLinux, die man wahlweise als Dienst oder als Anwendung starten kann und mit einem einfachen Installer ausgeliefert wird. Scheint etwas langsamer zu sein als ein reines Linux, aber es ist schon cool, Linux-Fenster nativ neben Windows-Fenstern zu haben. :-) Der mitgelieferte X-Server Xming (für Windows) macht's möglich. Ich verwende übrigens nicht mal ein X-Terminal, sondern logge mich sozusagen „headless“ über SSH ein (Putty). Ab und zu lasse ich mal Synaptic oder als X-Editor SciTE laufen, den ich nachinstalliert habe. Ich baue gerade sämtliche Freetz-Pakete „from scratch“ inkl. Download, es geht genauso wie in VMware oder nativem Linux, also Linux-Paketliste siehe oben.

Nachteile von andLinux/coLinux:

  • keine Multicore-Unterstützung
  • kein Bridging der Netzwerkinterface, d.h. kein recover möglich

Cygwin

Unter Cygwin funktioniert ds26, der aktuelle DS-Mod für Kernel-2.6-Firmwares, definitiv nicht, und auch für ds-0.2.9 (Kernel 2.4) wird Linux empfohlen, weil es mit Cygwin Probleme geben kann und es außerdem einen riesigen Geschwindigkeitsverlust beim Bauen (mehrfache Build-Dauer) bedeutet, Cygwin zu verwenden.

Ein Howto von dsl123 zum Kompilieren des ds-mod's unter Cygwin gibt es hier. Zum Entpacken der Datei ds-x.y.z.tar.bz2 unter Windows ausschließlich das Cygwin-tar – wie in der Anleitung beschrieben – verwenden:

  1. Cygwin Installer von http://www.cygwin.com/ herunterladen und ausführen
  2. Cygwin mit den folgenden Paketen installieren:
    • Archive > unzip
    • Devel > gcc, libncurses-devel, make, patchutils
    • Interpreters > perl
    • Web > wget
  3. ds-x.y.z.tar.bz2 in das Cygwin Home-Verzeichnis herunterladen (je nach Installation z.B. C:/Cygwin/home/<Windows-Benutzername>/)
  4. Cygwin Shell öffnen und den ds-mod entpacken
    tar -xvjf ds-x.y.z.tar.bz2
  5. Optional: Patch einspielen (siehe Howto)
  6. In das Verzeichnis des entpackten ds-mod wechseln
    cd ds-x.y.z/
  7. Konfiguration wählen. Dies ist über ein ncurses Interface möglich, welches z.B. aus der Konfiguration des Linux Kernels bekannt ist. Details und Beschreibungen zu den Optionen gibt es in der Beschreibung zum menuconfig.
    make menuconfig
  8. Firmware modifizieren. In diesem Schritt werden die zu der gewählten Konfiguration passenden original Firmware und Pakete, sowie Sourcen für die benötigten Tools vollautomatisch heruntergeladen und die modifizierte Firmware in drei Schritten erzeugt.
    make
  9. firmware_*.image als Firmware Update auf die Box hochladen. Nach einem erfolgreichen Upload ist nun auf Port 81 ein weiteres Webinterface verfügbar, welches Instruktionen zum Abschluss der Installation enthält. Sollte die Box nach dem Hochladen der Firmware auch Minuten nachdem die Info LED aufgehört hat zu blinken nicht mehr erreichbar sein (typischerweise leuchten periodisch immer wieder alle LEDs auf), so kann die original Firmware mit Hilfe der recover.exe von AVM wiederhergestellt werden.

Mac OS X

Im Prinzip und mit ein paar Patches funktioniert ein aktuelles ds-mod auch unter Mac OS X. Zumindest ist mir gelungen, ds-0.2.9_26-14.2 unter Mac OS X zum Funktionieren zu überreden.

Zunächst sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Datenpartition erstellen, bei der das HFS+ case sensitive konfiguriert ist.
  2. Xcode installieren. Dadurch erhält man geeignete Versionen von u. a.
    • gcc
    • g++
    • autoconf
    • automake
    • make
    • ncurses
    • zlib
    • flex
    • bison

Außerdem sind einige (GNU) Utilities nötig, die z.B. über Darwin Ports installiert werden können:

  • gettext
  • texinfo
  • dos2unix
  • gawk
  • coreutils
  • findutils
  • gsed

Und vermutlich ein paar weitere, wenn man die entsprechenden Packages anwählt.

Die zusätzlichen Utilities werden in der Regel unter Namen installiert, die mit g beginnen, um nicht mit den nativen Utilities von Mac OS X in Konflikt zu geraten. Manche Konfigurationsskripte setzen aber die Eigenschaften von GNU-Utilities voraus, auch wenn sie unter dem Standardnamen aufgerufen werden. Daher habe ich mir ein Verzeichnis erstellt, in dem Symlinks der Standardnamen auf die GNU Utilities zeigen. Zum Arbeiten mit ds-mod ist dieses Verzeichnis in den Suchpfad aufzunehmen:

~/gnubin $ ls -l
total 64
-rwxr-xr-x   1 enrik  enrik  106 20 Mär 17:23 as
lrwxr-xr-x   1 enrik  enrik   19 20 Mär 17:18 awk -> /opt/local/bin/gawk
lrwxr-xr-x   1 enrik  enrik   18 20 Mär 18:32 cp -> /opt/local/bin/gcp
lrwxr-xr-x   1 enrik  enrik   22 11 Apr 10:11 cpp -> /usr/local/bin/cpp-3.3
lrwxr-xr-x   1 enrik  enrik   20 11 Apr 10:11 find -> /opt/local/bin/gfind
lrwxr-xr-x   1 enrik  enrik   23 20 Mär 17:18 install -> /opt/local/bin/ginstall
-rwxr-xr-x   1 enrik  enrik  106 20 Mär 17:24 ld
lrwxr-xr-x   1 enrik  enrik   21 20 Mär 17:18 sed -> /opt/local/bin/gnused

Die Pseudebefehle as und ld dienen hier nur dazu, der glibc für den Kernel-Compiler, die über crosstool erstellt wird, geeignete binutils vorzugaukeln. Die beiden Dateien sehen so aus:

~/gnubin $ cat as
#! /bin/sh

# fake as version for crosstool

[ "$1" = -v ] && echo GNU assembler 2.13 || /usr/bin/as "$@"

~/gnubin $ cat ld
#! /bin/sh

# fake ld version for crosstool

[ "$1" = --version ] && echo GNU ld 2.13 || /usr/bin/ld "$@"

~/gnubin $ PATH=$HOME/gnubin:$PATH

Außerdem wird ein Patch für ds-mod benötigt, den man hier herunterladen kann:

Das ganze ist wenig getestet, insbesondere habe ich noch kein so erstelltes Image ausprobiert.

 
software/ds-mod/installation.txt · Zuletzt geändert: 2009/04/21 19:54 von hermann72pb
 
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