Diese Anleitung bezieht sich auf alle Euracom-Anlagen mit Ausnahme der Euracom 140 USB und Euracom 200.
Selbstverständlich lassen sich die information auch mit den baugleichen Anlagen Bosch Integral 10/x, Alcatel ISDN-200x, Quante Maxima IS-x und Grundig TK100, sowie der Schweizer Variante Swisscom Casatel D-10*, den niederländischen KPN ISDN2-8+* und ISDN HomeVox.
(Die folgenden Informationen basieren auf Feedback von Euracom-Besitzern, eigenen Experimenten und einem Thread von Balou274 zum Thema der Euracom-Integration)
Die Anleitung gilt für Anlagen mit ein oder zwei externen S0-Ports. Bei Anlagen mit nur einem externen S0-Port muß der VoIP-Gateway als einziges Amt eingesetzt werden und sollte auch den Festnetzanschluß bedienen.
Voraussetzung zum Betrieb zusammen mit einer FritzBox ist eine Euracom-Firmware ab 4D02.
Das gilt vermutlich auch für andere VoIP-Gateways, da frühere FW-Versionen entweder fehlerhaft waren und/oder aktuelle ISDN-Leistungsmerkmale nicht ausreichend unterstützt haben.
Erfolgt der Betrieb über einen zweiten externen S0-Port der Anlage, die dann mit einem internen S0 eines VoIP-Gateways verbunden wird, so ist darauf zu achten, daß außer der korrekten Konfiguration per Software auch der Port physisch per Jumper korrekt als extern eingerichtet wird. Führt die Nutzung des ersten externen S0 zu Problemen (z.B. Resets), ist der zweite externe S0 zu versuchen.
Für die Konfiguration wird die Software
Euraconf empfohlen, die für Firmware-Versionen bis 4d03 genutzt werden kann. Bei Firmware-Versionen ab 5d00 kann muß eine Teilkonfiguration per Telefoncodes erfolgen. Die Angaben hier basieren auf Euraconf R4 Build 433.
Die MSN des VoIP-Gateways, die Internetrufnummern repräsentieren, werden an dem externen S0 als MSN eingetragen, der an den VoIP-Gateway angeschlossen wird. Ist der VoIP-Gateway auch als Festnetz-Gateway zuständig, da die Euracom-Anlage nur einen externen S0-Bus hat, so müssen im VoIP-Gateway die entsprechenden Festnetz-MSN auch konfiguriert werden.
In der Teilnehmerübersicht erhalten alle Teilnehmer eine abgehende MSN zugewiesen (Eigenschaften des Teilnehmers → Grundeinstellungen → Rufnummer extern). Standardmäßig würde die erste freie MSN genommen. Wird eine MSN des VoIP-Zugangs verwendet, so sollte diese als „wenn möglich“ markiert werden, damit ein Fallback auf Festnetz möglich ist. „ausschließlich“ verhindert dieses Fallback.