Ein Paket, das nicht direkt im lokalen Subnetz verschickt werden kann, muß über an einen Router zur Weiterleitung geschickt werden. Dieser Router verfügt in einer Routing-Tabelle über Informationen, wie Pakete zu senden sind, um an eine bestimmte Zieladresse zu kommen.
Ein besonderer Eintrag in einer Routing-Tabelle ist der Default-Router, an den alle Pakete, für die keine besonderen Routen bekannt sind, geschickt werden. Die meisten Systeme (z.B. PCs, VoIP-Gateways, VoIP-Telefone) kommen mit einem Default-Router aus und benötigen keine speziellen, weiteren Routing-Informationen.
In Fällen mit genau einem Router im Netz (und dem Internet-Zugang an diesem angeschlossen) reicht es aus, in allen Systemen diesen Router als Default-Router einzurichten. Alle Pakete, die ein System im lokalen Netz dann nicht kennt (Subnetz des Ziels ist verschieden vom Subnetz der Quelle), gehen an den Default-Router, der diese wiederum weiterleitet. Die meisten Heimnetzwerke verfügen über genau einen Router und einen Internet-Anschluß, so daß für die angeschlossenen Systeme ein Default-Router mit seiner Verbindung zum ISP ausreicht.
Die Einträge hierzu können unter Windows mit dem Kommando (DOS-Eingabefenster) „ipconfig“ eingesehen werden:
$ ipconfig
Windows-IP-Konfiguration
Ethernetadapter LAN-Verbindung:
Verbindungsspezifisches DNS-Suffix:
IP-Adresse. . . . . . . . . . . . : 10.0.0.20
Subnetzmaske. . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
Standardgateway . . . . . . . . . : 10.0.0.1
Die Routing-Konfiguration selbst kann man mit dem Kommando „netstat -rn“ abfragen:
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Active Routes:
Network Destination Netmask Gateway Interface Metric
0.0.0.0 0.0.0.0 10.0.0.1 10.0.0.20 1
10.0.0.0 255.255.255.0 10.0.0.20 10.0.0.20 1
10.0.0.20 255.255.255.255 127.0.0.1 127.0.0.1 1
10.255.255.255 255.255.255.255 10.0.0.20 10.0.0.20 1
127.0.0.0 255.0.0.0 127.0.0.1 127.0.0.1 1
255.255.255.255 255.255.255.255 10.0.0.20 10.0.0.20 1
Default Gateway: 10.0.0.1
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Hier wird als Default-Router (0.0.0.0) der Internet-Router 10.0.0.1 verwendet. Weiterhin gibt es Routen auf das eigene Netzwerk (zweite Zeile) und die eigene IP-Adresse (dritte Zeile).
In Fällen mit mehr als einem Router im Netz (dies ist z.B. der Fall bei einer Kopplung eines externen DSL-Routers mit einem internen Router) muß jedoch für Pakete eine etwas komplexere Routingentscheidung getroffen werden. Pakete für direkt angeschlossene Netze werden direkt ausgeliefert. Pakete für andere Netze müssen entweder über einen Default-Router oder eine separat definierte Route geleitet werden.
Damit ist die Kommunikation zwischen allen Netzen gewährleistet, wobei der externe Router in diesen Szenarien, insbesondere im Home- oder SOHO-Bereich, zudem noch als NAT-Router fungiert, d.h. Adressen im beide Richtungen entsprechend umsetzt.