Filesharing-Anwendungen wie eMule oder Bittorrent/Azureus erlauben den Download von unterschiedlichsten Typen von Dateien aus dem Internet, indem nicht wie bei FTP oder HTTP diese Dateien von einem einzelnen Server über eine einzige Verbindung, sondern kleine Teile der Dateien von vielen Einzelservern geladen werden können. Dies sorgt für einen insgesamt schnelleren und robusteren Download. Zudem werden populärere Dateien aufgrund Ihrer Beliebtheit schneller im Internet verbreitet und bietet in Folge auch mehr Downloadmöglichkeiten an.
Die Nutzung von Filesharing auf einem Rechner im LAN erfordert im allgemeinen im Internetrouter die Weiterleitung eines bestimmten, vom jeweiligen Filesharing-Programm abhängigen (oder dort konfigurierbaren) Port ab, über den die Kommunikation externer System mit dem eigenen stattfindet. Die Kommunikation findet typischerweise per UDP (verbindungslos), nicht per TCP (verbindungsorientiert) statt.
Eine Konsequenz dieser Downloadmethode ist das Phänomen, daß Filesharing-Programme in kurzer Zeit viele Einzelverbindungen zu zahlreichen Servern öffnen, um einerseits zu prüfen welche Server welche Dateistücke liefern können, andererseits auch um eingehende Anfragen von anderen Filesharing-Nutzern zu beantworten.
Weiterhin erfolgen von extern ebenso zahlreiche Verbindungsversuche, um die Verfügbarkeit von Daten auf dem lokalen System zu prüfen. Verbindungsversuche passieren aufgrund der Portweiterleitung den Internetrouter und führen dort zu Einträgen in NAT-Tabellen.
Wird also ein NAT-Router zwischen einem Filesharing-Programm und dem Internetzugang verwendet, so kann der Betrieb von Filesharing für diesen Router sehr belastend werden:
Konsequenzen für VoIP und andere Anwendungen sind damit unter anderem
Liefert dies kein zufriedenstellendes Ergebnis, so muss man sich anstelle eines günstigen SOHO-Routers einen entsprechend leistungsfähigen Router mit großer NAT-Tabelle und Bandbreite beschaffen.
In Routern, die dies erlauben, können zudem durch Priorisierungen VoIP-Verbindungen bevorzugt und Filesharing-Verkehr mit geringerer Priorität behandelt werden.